Das Gefühl von Monotonie ist vor allem das Ergebnis einer unzureichenden Gestaltung der Arbeitsinhalte. Unzureichend im quantitativen Sinne, wenn also zu wenig zu tun ist, unzureichend aber auch im Sinne einer qualitativen Unterforderung, wenn über längere Zeit an einer Sache gearbeitet wird, die nur Routinetätigkeiten erfordert und nur geringe oder keine geistigen Anforderungen beinhaltet.

Zum Gefühl der Unterforderung gesellt sich alsbald Langeweile, Müdigkeit und Interesselosigkeit. Der Aktionsgrad des Organismus nimmt ab, die Leistungsfähigkeit sinkt. Sie kann sich allerdings wieder erhöhen, wenn die Arbeitsaufgabe gewechselt wird.

Was Sie gegen Monotonie tun können:

Erfahrungsgemäß leiden Führungskräfte aufgrund ihrer abwechslungsreichen Aufgabe weniger unter Monotonie und Unterforderung als ihre 'Untergebenen'. Vielleicht kennen Sie gar nicht das Gefühl von Langeweile!? Aber wie steht's mit Ihren Kollegen? Glauben Sie, dass Ihre Mitarbeiter öfters Monotonie empfinden? Wenn ja, dann sollten Sie,

  • Ihre Mitarbeiter öfters mal mit neuartigen, kniffligen Aufgaben konfrontieren, die sie fordern, aber nicht überfordern. 

  • jeden Mitarbeiter täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich mit anforderungsverschiedenen Tätigkeiten betrauen. Routinetätigkeiten sollten mit anspruchsvollen Aufgaben wechseln. 

  • darauf achten, dass Ihre Mitarbeiter nicht nur am Bildschirm arbeiten, sondern im Wechsel auch Aufgaben ohne Bildschirmnutzung ausführen (Prinzip der Mischarbeit). Gut ist es, wenn Ihre Mitarbeiter in Abhängigkeit von Arbeitsanfall und Art der Arbeitsaufgabe den Zeitanteil von Bildschirmarbeit selbst wählen können. 

  • darauf verzichten, die Art und Weise vorzuschreiben, wie ein Problem zu lösen ist.  Sind Sie sicher, dass Ihr 'One-Best-Way' wirklich der Beste ist? Bekanntlich führen viele Wege nach Rom.