Unter regelmäßigen Kopfschmerzen leiden rund 60% aller Beschäftigten am Bildschirmarbeitsplatz. Den Computer selbst trifft dabei keine Schuld, er ist kein direkter Auslöser für Kopfschmerzen. Vielmehr müssen das Arbeitsumfeld und die Arbeitsbedingungen betrachtet werden: schlechte Beleuchtungsverhältnisse, dicke Luft, Stress, monotone und einseitig belastende Bewegungsabläufe - unter diesen Bedingungen verdienen viele BildschirmarbeiterInnen ihr täglich Brot. Und sie sind es, die den Kopf schmerzen lassen.

Die genauen körperlichen Ursachen der Kopfschmerzen sind nur selten diagnostizierbar. In der Regel sind sie das Ergebnis gestörter funktioneller Abläufe in Kopf und Nackenbereich. Genaueres dazu erfahren Sie, wenn Sie umblättern!

Kopfschmerzen äußern sich zum einen in Form von Verspannungsschmerzen. Durch unnatürliche Körperhaltungen wie bei einem vorgeneigten oder verdrehten Kopf (nicht selten Folge einer ergonomisch ungünstigen Bürogestaltung) verspannt die Kopf- und Nackenmuskulatur. Sie wird schlechter durchblutet und reichert die schmerzauslösende Milchsäure an - ein Abfallprodukt des Muskel-Stoffwechsels.

Migränepatienten leiden meist unter einseitigen Kopfschmerzen, die vermutlich durch eine ungenügende Blutzufuhr in Kopf und Gehirn zustande kommen. Wahrscheinlich werden auch diese Kopfschmerzen durch Fehlhaltungen der Halswirbelsäule begünstigt. Die zum Kopf führenden Arterien werden u.U. gequetscht und die Blutzufuhr gedrosselt. Migräne scheint erblich zu sein und wird oftmals durch äußerliche Reize wie z.B. grelles Licht, Lärm und Stress ausgelöst.

So können Sie vorbeugen:

  • Stress ist ein idealer Nährboden für Kopfschmerzen. Sie treten gerade dann auf, wenn man viel um die Ohren hat, unter Termindruck steht und nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht. Die Kopfschmerzen lassen uns dies dann aber regelrecht spüren.

  •  Bleiben Sie entspannt, auch wenn viel Arbeit ansteht. Vielleicht gelingt es Ihnen durch eine optimierte Zeitplanung, nicht unnötig in Stress zu geraten. Kurze Entspannungsübungen, wie Sie sie in Rückenschulkursen und Antistress-Programmen kennen lernen, helfen Ihnen zusätzlich, einen klaren Kopf zu bewahren.

  • Verspannungskopfschmerzen sind die Folge einer überlasteten Muskulatur. Vermeiden Sie deshalb Zwangshaltungen und entlasten Sie den Schulter- und Nackenbereich durch Bewegung.

  • Tabakrauch und chemische Ausdünstungen steigen uns zu Kopf! Sorgen Sie deshalb für ein gesundes Arbeitsklima.

  • Wenn Sie öfters an Kopfschmerzen leiden, sollten Sie darauf achten, wann und in welchem Maße die Beschwerden auftreten. So finden Sie vielleicht die Auslöser und können versuchen, diese zu meiden.

Bild: Kopfschmerz