Mangelhafte Kommunikation und Kooperation mit Vorgesetzten und Kollegen betrifft vor allem Mitarbeiter, die Aufträge nicht im Team, sondern in Einzelarbeit ausführen. Zahlreiche Studien belegen, dass isolierte Tätigkeiten psychische Stressreaktionen auslösen und psychosomatische Beschwerden hervorrufen können; vor allem dann, wenn die Arbeitsbedingungen zusätzlich geprägt sind durch gegenseitiges Desinteresse, Rücksichtslosigkeit und fehlende Rückmeldungen des Vorgesetzten über die geleistete Arbeit.

Dabei zählen soziale Unterstützung und gemeinsame Verantwortung zu jenen wichtigen Ressourcen, die den Mitarbeiter vor Fehlbeanspruchungen bewahren. Beschäftigte, die in Umfragen soziale Rückendeckung durch Vorgesetzte und/oder Arbeitskollegen angaben, bezeichnen ihre Arbeit als weniger eintönig, erleben einen besseren Zusammenhalt im Team, ein besseres Betriebsklima und weniger quantitative Überforderung. Sie zeigen darüber hinaus eine bessere psychische Gesundheit, sind weniger depressiv und gereizt (Keupp/Röhrle).

So fördern Sie die Kooperation und Kommunikation (und damit auch die Gesundheit) Ihrer Mitarbeiter:

  • Gestalten Sie nach Möglichkeit die Arbeitsorganisation so, dass Mitarbeiter Aufgaben gemeinsam bearbeiten können.

  • Haben Sie ein offenes Ohr für die Probleme Ihrer Mitarbeiter.

  • Führen Sie regelmäßig Workshops durch. So werden Arbeitsprozesse transparent und Ihre Mitarbeiter erhalten Gelegenheit, sich über ihre Arbeit auszutauschen

  • Betrachten Sie gelegentliche Privatgespräche unter Kollegen während der Arbeitszeit nicht als Ausdruck von Faulheit oder gar Arbeitsverweigerung

  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern regelmäßig Rückmeldungen über die geleistete Arbeit (z.B. in Form von Mitarbeitergesprächen).

Bild: www.corbis.com

Von Klein auf sucht der Mensch den Kontakt zu anderen.