Motivieren heißt, auf sich selbst oder eine andere Person Einfluss zu nehmen, mit dem Ziel, die Bereitschaft für eine bestimmte Handlung oder Verhaltensweise zu erhöhen. Motivieren beeinflusst also das 'Wollen'. 

Gerade in der Gesundheitsförderung ist das 'Wollen' wichtig. Nicht selten fehlt die Bereitschaft, gewohnte, aber schädliche Verhaltensweisen aufzugeben und durch neue zu ersetzen. Zum einen wird alles Neue zunächst als fremd und bedrohlich erlebt. Zum anderen liegt der objektive Nutzen eines gesundheitsgerechten Verhaltens zeitlich weiter entfernt, als der subjektive Nutzen einer schlechten Gewohnheit. Den ganzen Tag zu sitzen ist bequem und wirkt sofort. Regelmäßige Bewegung dagegen ist anstrengend und entfaltet seinen Nutzen erst in naher Zukunft. Hinzu kommt bei vielen jungen Mitarbeitern die Illusion der Unverletzlichkeit. Warum soll man das Gewohnte verändern, wenn es sich bewährt hat und man (noch) gesund ist?

Indem Sie Ihre Mitarbeiter motivieren und Anreize schaffen für gesundheitsgerechte Verhaltensweisen wirken Sie diesen Ängsten, Vorurteilen und 'inneren Schweinehunden' entgegen - eine Aufgabe, die zweifellos sehr viel Kreativität und Durchhaltevermögen erfordert.