Typische Belastungen haben viele Gesichter! Denken Sie beispielsweise an die Belastung der Augen. Viele Stunden am Tag richtet sich der konzentrierte Blick auf die glasige Oberfläche des Bildschirms. Wundert es da, wenn auch die Augen 'glasig' werden? Oder denken Sie an die Belastungen im seelischen Bereich. Überforderung bedeutet Stress, Unterforderung Langeweile und Stagnation. Soziale Isolation ist nicht selten die Folge des gesteigerten Konkurrenz- und Leistungsdenkens unserer postmodernen Gesellschaft.  Als Beispiel einer sozialen Belastung kann sie verheerende gesundheitliche Folgen für den Mitarbeiter haben, vor allem dann, wenn Kollegen in Form von Mobbing kräftig Hand anlegen.

Auch Sie haben sich sicherlich schon öfters gewundert, warum Menschen, die den gleichen Belastungen ausgesetzt sind, höchst unterschiedlich reagieren können. Während die einen bei der kleinsten unerwarteten Störung auf die Palme gehen, verkörpern die anderen die Ruhe selbst. Nichts bringt sie aus der Fassung - eine bewundernswerte Eigenschaft.

Die Arbeitswissenschaft trägt dieser Beobachtung Rechnung, indem sie zwischen Belastungen und Beanspruchungen unterscheidet. Dabei werden unter Belastung all jene Einflüsse verstanden, die von außen auf den Organismus einwirken. Die Beanspruchung dagegen ist die subjektive Auswirkung dieser Belastung, die - in Abhängigkeit von den individuellen Ressourcen - höchst unterschiedlich ausfallen kann.

Bild: Krafttraining